_MG_6019
_MG_6019

Martin-Gropius- Bau

Die Geschichte des Martin-Gropius-Bau

Der Martin-Gropius-Bau ist ein ehemaliges Kunstgewerbemuseum in Berlin. Heute kann man in dem Ausstellungshaus in Berlin Kreuzberg, welches nahe an der Grenze zum Ortsteil Mitte liegt, diverse temporäre Kunstausstellungen besuchen. Der Bau wurde von 1877 bis 1881 von den Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden im italienischen Renaissance-Stil errichtet und stand bis ins Jahr 1990 direkt an der Berliner Mauer. Der zentrale Bestandteil des Gebäudes ist der große Lichthof. Mosaiken und Wappen deutscher Länder schmücken die Zwischenräume der Fenster im Attikageschoss. Bildhauerische Arbeiten stammen zum Beispiel von Brunow, Hundrieser, Lessing und Sussmann-Hellborn. Nach dem Ersten Weltkrieg beherbergte das damalige Kunstgewerbemuseum die Ostasiatische Kunstsammlung und auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte. Geplant war ein Abriss des übrigen Gebäudes, nachdem der Zweite Weltkrieg große Zerstörungen angerichtet hatte. Eine Intervention von Walter Gropius führte stattdessen dazu, dass die Ruine ab 1966 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Erst 1978 begann die Restaurierung mithilfe der Architekten Winnetou Kampmann und Ute Weström. Während dieser Bauarbeiten gab es 1981 schon die Einweihung des wiederhergestellten Baus mit einer Ausstellung von Karl Friedrich Schinkel. Die Berliner Mauer versperrte die Sicht auf das Hauptportal und so wurde der Zugang auf die Rückseite versetzt, jedoch machte man dies bei weiteren baulichen Maßnahmen mit Bundesmitteln zwischen 1998 und 2000 wieder rückgängig. Des Weiteren bekam der Martin-Gropius-Bau eine Klimaanlage. Geleitet wurde der Umbauplan von der Architektengemeinschaft Hilmer & Sattler und Albrecht sowie Volkhausen und Lubkoll.

 

Wichtige Ausstellungen

Das Haus ist mit einer Ausstellung zur 50-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1999 wieder eröffnet worden. Seitdem gibt es auch architekturhistorische Führungen zu vielen unterschiedlichen Ausstellungen und Themen. Wichtige Ausstellungen seit 1881 sind:

1881-1885: Deutsche Erstausstellung des Schatz des Priamos

1923: Eröffnung des Museums für Ostasiatische Kunst im Haus

1981: Das ehemalige Kunstgewerbemuseum wurde als Martin-Gropius-Bau mit der Erstausstellung Karl Friedrich Schinkel – Werke und Wirkung. wieder eröffnet

Außerdem in 1981:

Preußen – Versuch einer Bilanz

1982: Zeitgeist. Eine Ausstellung des Zeitgeist e. V.

1984: Schauen zur Internationalen Bauausstellung

1987: Ausstellung zur 750-Jahr-Feier Berlins

1988: Stationen der Moderne. Die bedeutendsten Kunstausstellungen des 20. Jahrhunderts in Deutschland

1999: Wiedereröffnungsausstellung

2003: Berlin – Moskau / Moskau – Berlin

2005-2006: Rundlederwelten (Ausstellung im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006)

2006: Franck Goddios mit Ägyptens versunkene Schätze

2006: Präsentation zweier bronzener Rossebändiger im Lichthof anlässlich der Ausstellung Macht und Freundschaft. Berlin – St. Petersburg 1800–1860 im Jahr 2008.

2009: Sechzig Jahre. Sechzig Werke. Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland

2009-2010: Bilderausstellung des Hamburger Stern-Fotografen Harald Schmitt – Sekunden, die Geschichte wurden, Fotografien vom Ende des Staatssozialismus

2010: Bis Juni gab es Schätze des Aga Khan Museum zu sehen

Außerdem in 2010:

Olafur Eliasson – Innen Stadt Außen,

Frida Kahlo – Retrospektive

Teotihuacan – Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt

2011: Polen – Deutschland. Tür an Tür. 1000 Jahre Kunst und Geschichte

2012: The Lost AlbumAusstellung mit Fotografien des US-amerikanischen Filmschauspielers Dennis Hopper

2013/2014: Barbara Klemm. Fotografien 1968–2013

2014: Ai Weiwei

Außerdem in 2014:

2014: Wols Photograph. Der gerettete Blick

2014: Hans Richter Begegnungen – Von Dada bis heute

2014: Internationale Ausstellung über David Bowie – The David Bowie Archive